Mineralöle (MOSH / MOAH / POSH)

Allgemeines zu Mineralölen (MOSH / MOAH / POSH)

Kosmetische Mittel können Mineralöle enthalten. Dabei handelt es sich um natürlich vorkommende komplexe Gemische von Kohlenwasserstoffen unterschiedlicher Struktur und Größe.

Zu unterscheiden sind:

  • gesättigte Kohlenwasserstoffe – kurz MOSH (mineral oil saturated hydrocarbons) ,
  • aromatische Kohlenwasserstoffe – kurz MOAH (mineral oil aromatic hydrocarbons)
    • Es gibt “unbedenkliche“ (1‐2 Ringe) und
    • „eher bedenkliche“ (3- Ringe, üblicherweise auch als „PAKs polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe“ bekannte) MOAHs.
  • Oligomere, die aus Plastik-Verpackungen (PE, PP) migrieren können – POSH (polyolefinic oligomeric saturated hydrocarbons)

rechtliche Grundlagen für Mineralöle (MOSH / MOAH / POSH) in kosmetischen Mitteln

Laut Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel, Anhang II Nr. 866ff sind Mineralöle in kosmetischen Mitteln verboten, „außer der Raffinationshergang ist vollständig bekannt und es ist nachweisbar, dass der Ausgangsstoff nicht karzinogen ist.“


Stoffe in Kosmetika die im Zusammenhang mit Mineralölen erwähnt werden

  • Cera Microcristallina (Microcristallina Wax)
  • Ceresin
  • Microcrystalline wax
  • Mineral Oil
  • Ozokerite
  • Paraffin
  • Paraffinum Liquidum
  • Paraffinum Subliquidum
  • Petrolatum
  • Synthetic wax
  • Vaseline

Ökotest wertet Produkte die MOSH / MOAH enthalten ab


Siehe auch


Nachweise

1.
Bundesinstitut Für Risikobewertung. Hochraffinierte Mineralöle in Kosmetika: Gesundheitliche Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten: Aktualisierte Stellungnahme Nr. 008/2018 des BfR vom 19. Februar 2018. (2018) http://doi.org/10.17590/20180219-123914.