Definitionen

Liste anhand von Primärquellen belegter Begriffsdefinitionen


Audit

„systematischer, unabhängiger und dokumentierter Prozess zum Erlangen von objektiven Nachweisen und zu deren objektiver Auswertung, um zu bestimmen, inwieweit Auditkriterien erfüllt sind“

1)DIN EN ISO 19011:2018-10 Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen (ISO 19011:2018)

Arten von Audits im Sinne des Leitfaden[s] zur Auditierung von Managementsystemen (ISO 19011:2018)

Generell wird nach drei Arten von Audits unterschieden:

BezeichnungErklärung
Erstparteien-Audit (1st party audit)internes Audit
Zweitparteien-Audit (2nd party audit)Audit durch eine externe interessierte Partei (z.B. durch einen Kunden)
Drittparteien-Audit (3rd party auditAudit durch eine Zertifizierungs- und/oder Akkreditierungsstelle oder eine gesetzliche
Arten von Audits im Sinne des Leitfaden[s] zur Auditierung von Managementsystemen (ISO 19011:2018)

Bereitstellung auf dem Markt

„jede entgeltliche oder unentgeltliche Abgabe eines kosmetischen Mittels zum Vertrieb, Verbrauch oder zur Verwendung auf dem Gemeinschaftsmarkt im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit“

2)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

CCP

siehe: kritischer Kontrollpunkt


Desinfektion

siehe: Desinfektion


Dichte

siehe: Dichte


Dispergieren

Vermischen eines aus zwei (oder mehreren) Phasen bestehenden Stoffsystems, bei dem ein Stoff (disperse Phase) ihn einem anderen (Dispersionsmittel) in feinster Form verteilt (dispergiert) wird. Sowohl die Teilchen der dispersen Phase als auch das Dispersionsmittel können fest, flüssig oder gasförmig sein.

Beispiele für Dispersionen sind: Aerosole, Emulsionen, Suspensionen und Kolloide.

3)Umbach, W. (2004), Kosmetik und Hygiene, 3. Auflg, Wiley-VCH

Emulsion / Emulgieren

Emulsionen sind „Disperse Systeme von zwei oder mehreren miteinander nicht mischbaren Flüssigkeiten.


4)Behler AWeber-Mußmann AEmulsionen, RD-05-00978 (2007) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Oktober 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-05-00978

Vermischen von zwei nicht oder nur wenig ineinander löslichen Flüssigkeiten, von denen die eine in der anderen fein verteilt wird. Die äußere Phase bezeichnet man als die kontinuierliche Phase bzw. als Dispersionsmittel, die darin verteilte Flüssigkeit als die innere, diskontinuierliche oder disperse Phase. Kosmetische Emulsionen bestehen meistens aus einer wässrigen polaren Phase und einer unpolaren Phase.2)

5)Umbach, W. (2004), Kosmetik und Hygiene, 3. Auflg, Wiley-VCH

Endokrine Disruptoren

siehe: endokrine Disruptoren


Endverbraucher

„Entweder ein Verbraucher, der das kosmetische Mittel verwendet, oder eine Person, die das kosmetische Mittel beruflich verwendet;“

6)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Ernste unerwünschte Wirkung

„eine unerwünschte Wirkung, die zu vorübergehender oder dauerhafter Funktionseinschränkung, Behinderung, einem Krankenhausaufenthalt, angeborenen Anomalien, unmittelbarer Lebensgefahr oder zum Tod führt;“

7)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Erzeugnis

„Gegenstand, der bei der Herstellung eine spezifische Form, Oberfläche oder Gestalt erhält, die in größerem Maße als die chemische Zusammensetzung seine Funktion bestimmt;“ 1)

8)Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe

Farbstoff

„Stoffe, die ausschließlich oder überwiegend dazu bestimmt sind, das kosmetische Mittel, den Körper als Ganzes oder bestimmte Körperteile durch Absorption oder Reflexion des sichtbaren Lichts zu färben; des Weiteren gelten auch die Vorstufen oxidativer Haarfärbestoffe als Farbstoffe;“

9)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Gefahr

„Möglichkeit, dass jemandem etwas zustößt, dass ein Schaden eintritt; drohendes Unheil“ 1)

10)Duden Online – Gefahr

Signalwort für die schwerwiegenden Gefahrenkategorien; 

11)Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen

„ein biologisches (z. B. Salmonellen), chemisches (z. B. Dioxine oder Allergene) oder physikalisches (z. B. harte, kantige Fremdkörper wie Glasscherben oder Metallteile) Agens in einem Lebensmittel oder ein Zustand eines Lebensmittels, der eine Gesundheitsbeeinträchtigung verursachen kann.“

12)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

Gemisch

„Gemische oder Lösungen, die aus zwei oder mehr Stoffen bestehen“

13)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Bezeichnung für ein Stoffsystem, das aus mindestens zwei Komponenten (siehe Stoff) besteht.

14)Berger A, Berger M, Gemisch, RD-07-00570 (2013) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Oktober 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-07-00570

GMP / Good Manufacturing Practice

Paket aus Präventionsmaßnahmen und Anforderungen, mit denen die Sicherheit der hergestellten Lebensmittel gewährleistet wird. […] Bei den meisten (der in Anhang I aufgeführten) PRPs handelt es sich um gute Hygienepraxis oder gute Herstellungspraxis. 2)

15)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

Grenzwert

„messbarer Wert, der zwischen Annahme und Ablehnung unterscheidet“

16)DIN EN ISO 22000:2018-09 Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit – Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette (ISO 22000:2018)

„Ein Wert, der das Akzeptable vom Inakzeptablen trennt.“

17)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

Händler

„jede natürliche oder juristische Person in der Lieferkette, die ein kosmetisches Mittel auf dem Gemeinschaftsmarkt bereitstellt, mit Ausnahme des Herstellers oder des Importeurs;“ 

18)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

„natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die einen Stoff als solchen oder in einem Gemischlediglich lagert und an Dritte in Verkehr bringt; darunter fallen auch Einzelhändler;“ 2)

19)Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe

Hersteller

„jede natürliche oder juristische Person, die ein kosmetisches Mittel herstellt bzw. entwickeln oder herstellen lässt und es unter ihrem eigenen Namen oder ihrer eigenen Marke in Verkehr bringt.“

20)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

„natürliche oder juristische Person mit Sitz in der Gemeinschaft, die in der Gemeinschaft einen Stoff herstellt;“

21)Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe

Homogenisieren

„Verändern des Verteilungszustands und der Teilchengröße der inneren Phase von Emulsionen und Suspensionen, sodass mikroskopisch betrachtet ein homogenes System entsteht, und sich die verteilte Phase ohne Einwirkung äußerer Kräfte nicht absetzt oder aufrahmt.“

22)Umbach, W. (2004), Kosmetik und Hygiene, 3. Auflg, Wiley-VCH


Inprozess-Kontrolle

„Prüfungen, die im Verlauf der Herstellung vorgenommen werden zur Überwachung und gegebenenfalls Steuerung des Prozesses, um sicherzustellen, dass das Produkt den festgelegten Annahmekriterien entspricht“

23)DIN EN ISO 22716 – Kosmetik – Gute Herstellungspraxis (GMP)

Inverkehrbringen

„Die erstmalige Bereitstellung eines kosmetischen Mittels auf dem Gemeinschaftsmarkt;“

24)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Konservierungsstoff / Konservierungsmittel

„Untergruppe der Biozide. Sammelbegriff für solche Stoffe, die synthetischen oder natürlichen Produkten, insbesondere Lebensmitteln, zugesetzt werden, um deren Haltbarkeit gegenüber der Einwirkung von Mikroorganismen, Insekten und anderen Kleinlebewesen zu verlängern.“

25)Behler A, Hartmann-Schreier J, Konservierungsmittel, RD-11-01780 (2007) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [November 2020]

„Stoffe, die in kosmetischen Mitteln ausschließlich oder überwiegend die Entwicklung von Mikroorganismen hemmen sollen;“

26)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Kosmetische Mittel

„Stoffe oder Gemische, die dazu bestimmt sind, äußerlich mit den Teilen des menschlichen Körpers (Haut, Behaarungssystem, Nägel, Lippen und äußere intime Regionen) oder mit den Zähnen und den Schleimhäuten der Mundhöhle in Berührung zu kommen, und zwar zu dem ausschließlichen oder überwiegenden Zweck, diese zu reinigen, zu parfümieren, ihr Aussehen zu verändern, sie zu schützen, sie in gutem Zustand zu halten oder den Körpergeruch zu beeinflussen;“

27)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Kritischer Kontrollpunkt

Ein Kritischer Kontrollpunkt (CCP) ist „Eine Stufe, auf der es möglich und von entscheidender Bedeutung ist, eine Gefahr für die Lebensmittelsicherheit zu verhüten oder auszuschalten oder sie auf ein akzeptables Maß zu reduzieren.

Die typischsten CCPs zur Beherrschung mikrobiologischer Gefahren sind Anforderungen an die Temperatur (z. B. die Tempe­ratur bei Lagerung und Transport) und die Anforderungen an Dauer/Temperatur, die erforderlich sind, um eine Gefahr zu reduzieren oder auszuschalten (z. B. Pasteurisierung).
Weitere CCPs können die Prüfung der Sauberkeit und Unversehrtheit der Verpackungen sein, die Untersuchung auf physikalische Gefahren durch Sieben oder die Detektion von Metallen oder die Kontrolle der Bratdauer/Temperatur des Bratöls dahingehend, dass chemische Verarbeitungskontaminanten ausgeschlossen werden können.

28)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

Managementsystem

„Satz zusammenhängender oder sich gegenseitig beeinflussender Elemente einer Organisation, um Politiken, Ziele und Prozesse zum Erreichen dieser Ziele [zu erreichendes Ergebnis] festzulegen“

„Die Kombination aus PRPs, Rückverfolgbarkeit, Rückruf und Information der Verbraucher sowie HACCP-Plan, in dem CCPs und/oder oPRPs festgelegt sind. Das Managementsystem für Lebensmittelsicherheit vereint auch Kontroll- und Sicherungs­maßnahmen. Mit Letzteren soll nachgewiesen werden, dass die Kontrollmaßnahmen — wie Validierung und Verifizie­rung, Dokumentation und Aufzeichnung — ordnungsgemäß funktionieren.“

29)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

Lagern

„Lagern ist das Aufbewahren zur späteren Verwendung sowie zur Abgabe an andere. Es schließt die Bereitstellung zur Beförderung ein, wenn die Beförderung nicht innerhalb von 24 Stunden nach der Bereitstellung oder am darauffolgenden Werktag erfolgt. Ist dieser Werktag ein Samstag, so endet die Frist mit Ablauf des nächsten Werktags.“

30)TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern

Mischung

„Beim Mischen werden Stoffe oder Stoffströme so vereinigt, dass eine möglichst gleichmäßige Zusammensetzung (Homogenität) erreicht wird“

RÖMPP-Redaktion, Mischen, RD-13-02599 (2002) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [November 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-13-02599

„Grundoperation der chemischen Verfahrenstechnik, die der weitestgehenden Homogenisierung von Stoffen dient. Die Stoffströme sollen so vereinigt werden, dass in Teilvolumina eine möglichst gleichmäßige Zusammensetzung der einzelnen Komponenten gegeben ist.“

Umbach, W. (2004), Kosmetik und Hygiene, 3. Auflg, Wiley-VCH

oPRPs / operational prerequisite programms

Bei oPRPs handelt es sich um PRPs, die typischerweise an den Produktionsprozess geknüpft sind und für die bei der Gefahrenanalyse festgestellt wurde, dass sie unerlässlich dafür sind, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens, Überlebens und/oder der Verbreitung von Gefahren für die Lebensmittelsicherheit in den Erzeugnissen oder in der Verarbeitungsumgebung unter Kontrolle zu halten.

Ähnlich wie CCPs umfassen auch oPRPs messbare bzw. sichtbare Eingriffskriterien bzw. Eingriffsgrenzwerte (aber eher Zielwerte im Sinne von gewünschten Zuständen als Grenzwerte), das Monitoring der Durchführung der Kontrollmaßnahmen, Aufzeichnungen über das Monitoring und erforderlichenfalls Korrekturmaßnahmen.

31)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

PRPs / Prerequisite programs

Präventionsverfahren und Bedingungen, die vor und während der Umsetzung der HACCP-Grundsätze gegeben sein müssen und die zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit erforderlich sind. […]
[Anmerkung: Sie sind z.B. in Form von GHP und GMP (die ein aus Sicht der HACCP ein Paket aus Präventionsmaßnahmen und Anforderungen darstellen) vor der Implementierung eines HACCP-konzeptes umzusetzen. Sie sind eine Voraussetzung für das HACCP-Konzept.]

32)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

Qualität

Qualität ist die Erfüllung von Anforderungen und Erwartungen (an ein Produkt, eine Dienstleistung, einen Prozess, etc.).

Skriptorium

„Grad, in dem ein Satz inhärenter Merkmale eines Objekts Anforderungen erfüllt“

33)DIN EN ISO 9000:2015-11 – Qualitätsmanagementsysteme – Grundlagen und Begriffe (ISO 9000:2015)

„Qualität ist die Relation zwischen realisierter Beschaffenheit und geforderter Beschaffenheit.“

34)DIN 55350-11:2008-05 Begriffe zum Qualitätsmanagement – Teil 11: Ergänzung zu DIN EN ISO 9000:2005

Rahmenrezeptur

„eine Rezeptur, in der die Kategorie oder Funktion der Bestandteile und ihre Höchstkonzentration im kosmetischen Mittel aufgeführt ist oder die relevante quantitative und qualitative Angaben enthält, falls ein kosmetisches Mittel von einer solchen Rezeptur nur teilweise oder gar nicht abgedeckt ist.“

35)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Reinigung

„Unter Reinigung wird ein Prozess zur Entfernung von Verunreinigungen (z. B. Staub, chemische Substanzen, Mikroorganismen, organische Substanzen) unter Verwendung von Wasser mit reinigungsverstärkenden Zusätzen (z.B. Detergenzien oder enzymatische Produkte) verstanden, ohne dass bestimmungsgemäß eine Abtötung/Inaktivierung von Mikroorganismen stattfindet bzw. beabsichtigt ist. „

36)Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen – Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI)

„alle Arbeitsgänge, die ein bestimmtes Maß an Sauberkeit und ein bestimmtes Erscheinungsbild sicherstellen, bestehend aus dem Trennen und Entfernen allgemein sichtbarer Verschmutzungen von einer Oberfläche, wobei folgende kombinierte Faktoren, wie chemische Einwirkungen, mechanische Einwirkungen, Temperatur, Anwendungsdauer, in veränderlichen Anteilen eine Rolle spielen“

37)DIN EN ISO 22716 – Kosmetik – Gute Herstellungspraxis (GMP)

Risiko

„Auswirkung von Ungewissheit“

38)DIN EN ISO 9000:2015-11 – Qualitätsmanagementsysteme – Grundlagen und Begriffe (ISO 9000:2015)

„eine Funktion der Wahrscheinlichkeit einer gesundheitsbeeinträchtigenden Wirkung und der Schwere dieser Wir­kung als Folge der Realisierung einer Gefahr.

39)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

„Das Risiko […] wird zusammenfassend durch eine Wahrscheinlichkeitsaussage beschrieben, die die zu erwartende Häufigkeit des Eintritts eines zum Schaden führenden Ereignisses und das beim Ereigniseintritt zu erwartende Schadensausmaß berücksichtigt.“

40)DIN VDE 31000 Teil 2

„Aus der Versicherungswirtschaft von italienisch rischio entlehnter Begriff, der die Möglichkeit bezeichnet, einen Schaden zu erleiden, dessen Eintritt ungewiss ist und nicht ausgeschlossen werden kann.

41)Neumann J, Krug H, Risiko, RD-18-01489 (2010) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Oktober 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-18-01489

Rücknahme

„jede Maßnahme, mit der verhindert werden soll, dass ein kosmetisches Mittel in der Lieferkette auf dem Markt bereitgestellt wird;“

42)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Rückruf

„jede Maßnahme, die auf die Rückgabe eines dem Endverbraucher bereits bereitgestellten kosmetischen Mittels abzielt;“

43)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

„Entscheidung eines Unternehmens, eine bereits auf dem Markt befindliche Charge eines Produkts zurückzurufen“

44)DIN EN ISO 22716 – Kosmetik – Gute Herstellungspraxis (GMP)

Stoff

„In der Chemie bezeichnet der Begriff „Stoff“ jede in chemisch mehr oder weniger einheitlicher Form – als Element, Verbindung oder Gemisch – vorliegende Materie, unabhängig von der äußeren Form, jedoch gekennzeichnet durch charakteristische physikalische und chemische Eigenschaften.“

45)Berger M, Stoff, RD-19-04223 (2009) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Oktober 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-19-04223

„ein chemisches Element und seine Verbindungen in natürlicher Form oder gewonnen durch ein Herstellungsverfahren, einschließlich der zur Wahrung seiner Stabilität notwendigen Zusatzstoffe und der durch das angewandte Verfahren bedingten Verunreinigungen, aber mit Ausnahme von Lösungsmitteln, die von dem Stoff ohne Beeinträchtigung seiner Stabilität und ohne Änderung seiner Zusammensetzung abgetrennt werden können“

46)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel 47)Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe

Suspendieren

Verteilen sehr kleiner, jedoch nicht molekularer Teilchen eines festen Stoffes in einer Flüssigkeit. Die Suspensionen sind wie Emulsionen meist optisch trüb und neigen dazu, sich unter Einfluss der Schwerkraft abzusetzen.1)

48)Umbach, W. (2004), Kosmetik und Hygiene, 3. Auflg, Wiley-VCH

SVHC – Substance of very high Concern (besonders besorgniserregende Stoffe)

„Stoffe, die ernste Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt haben können, können als „besonders besorgniserregende Stoffe“ (Substances of Very High Concern, SVHC) eingestuft werden. Dabei handelt es sich primär um Stoffe, die krebserzeugend, erbgutverändernd oder fortpflanzungsgefährdend sind, und um Stoffe, die persistent (schwer abbaubar) und bioakkumulierbar (sich in lebenden Organismen anreichernd) sind. Andere ähnlich besorgniserregende Stoffe sind beispielsweise die sogenannten „endokrinen Disruptoren“ (Stoffe mit schädlicher Wirkung auf das Hormonsystem).“

49)https://echa.europa.eu/de/-/chemicals-in-our-life-chemicals-of-concern-svhc

Unerwünschte Wirkung

„eine negative Auswirkung auf die menschliche Gesundheit, die auf den normalen oder vernünftigerweise vorhersehbaren Gebrauch eines kosmetischen Mittels zurückführbar ist;“

50)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

UV-Filter

Stoffe, die ausschließlich oder überwiegend dazu bestimmt sind, die Haut durch Absorption, Reflexion oder Streuung bestimmter UV-Strahlung gegen bestimmte UV-Strahlung zu schützen;“1)

51)Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel

Validierung

„Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass die Anforderungen
für einen spezifischen beabsichtigten Gebrauch oder eine spezifische beabsichtigte Anwendung erfüllt worden sind“

52)DIN EN ISO 9000:2015-11 – Qualitätsmanagementsysteme – Grundlagen und Begriffe (ISO 9000:2015)“

„Erbringung des Nachweises darüber, dass die Gefahr mit der betreffenden Kontrollmaßnahme oder einer Kombination von Kontrollmaßnahmen, soweit sie ordnungsgemäß durchgeführt wird/werden, mit einem bestimmten Ergebnis beherrscht werden kann. Im Fall von Änderungen kann eine erneute Validierung erforderlich sein“

53)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

„Unter Validierung versteht man, dass für ein bestimmtes Verfahren gezeigt wird, dass es zuverlässig und reproduzierbar – im Rahmen definierter Bedingungen – das erwartete oder behauptete Resultat oder Produkt erbringt.“

54)RÖMPP-Redaktion, Validierung, RD-22-00075 (2002) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [November 2020]https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-22-00075

Verifizierung

„Bestätigung durch Bereitstellung eines objektiven Nachweises, dass festgelegte Anforderungen erfüllt worden sind“

55)DIN EN ISO 9000:2015-11 – Qualitätsmanagementsysteme – Grundlagen und Begriffe (ISO 9000:2015)

Die Anwendung von Methoden, Verfahren, Tests und sonstigen Bewertungsmaßnahmen, die ergänzend zum Monitoring erfolgt, um die Einhaltung der HACCP-gestützten Verfahren festzustellen .
Eine Verifizierung wird periodisch durchgeführt und dient dem Nachweis darüber, dass das HACCP-System ordnungsgemäß funktioniert.


56)Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen

Viskosität

siehe: Viskosität


References
1 DIN EN ISO 19011:2018-10 Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen (ISO 19011:2018)
2, 6, 7, 9, 13, 18, 20, 24, 26, 27, 35, 42, 43, 50, 51 Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel
3, 5, 22, 48 Umbach, W. (2004), Kosmetik und Hygiene, 3. Auflg, Wiley-VCH
4 Behler AWeber-Mußmann AEmulsionen, RD-05-00978 (2007) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Oktober 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-05-00978
8, 19, 21 Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe
10 Duden Online – Gefahr
11 Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen
12, 15, 17, 28, 29, 31, 32, 39, 53, 56 Bekanntmachung der Kommission zur Umsetzung von Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit unter Berücksichtigung von PRPs und auf die HACCP-Grundsätze gestützten Verfahren einschließlich Vereinfachung und Flexibilisierung bei der Umsetzung in bestimmten Lebensmittelunternehmen
14 Berger A, Berger M, Gemisch, RD-07-00570 (2013) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Oktober 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-07-00570
16 DIN EN ISO 22000:2018-09 Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit – Anforderungen an Organisationen in der Lebensmittelkette (ISO 22000:2018)
23, 37, 44 DIN EN ISO 22716 – Kosmetik – Gute Herstellungspraxis (GMP)
25 Behler A, Hartmann-Schreier J, Konservierungsmittel, RD-11-01780 (2007) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [November 2020]
30 TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern
33, 38, 55 DIN EN ISO 9000:2015-11 – Qualitätsmanagementsysteme – Grundlagen und Begriffe (ISO 9000:2015)
34 DIN 55350-11:2008-05 Begriffe zum Qualitätsmanagement – Teil 11: Ergänzung zu DIN EN ISO 9000:2005
36 Anforderungen an die Hygiene bei der Reinigung und Desinfektion von Flächen – Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI)
40 DIN VDE 31000 Teil 2
41 Neumann J, Krug H, Risiko, RD-18-01489 (2010) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Oktober 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-18-01489
45 Berger M, Stoff, RD-19-04223 (2009) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [Oktober 2020] https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-19-04223
46 Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel
47 Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe
49 https://echa.europa.eu/de/-/chemicals-in-our-life-chemicals-of-concern-svhc
52 DIN EN ISO 9000:2015-11 – Qualitätsmanagementsysteme – Grundlagen und Begriffe (ISO 9000:2015)“
54 RÖMPP-Redaktion, Validierung, RD-22-00075 (2002) in Böckler F., Dill B., Dingerdissen U., Eisenbrand G., Faupel F., Fugmann B., Gamse T., Matissek R., Pohnert G., Sprenger G., RÖMPP [Online], Stuttgart, Georg Thieme Verlag, [November 2020]https://roempp.thieme.de/lexicon/RD-22-00075